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Luftpolsterfolie: Aufbau, Arten und richtige Anwendung

Luftpolsterfolie im Überblick: Aufbau, 2- und 3-lagig, Noppengröße, richtige Anwendung, Entsorgung und Alternativen aus Wellpappe.

Von Dominic Grimm, Geschäftsführer · Veröffentlicht · Aktualisiert · 7 Min. Lesezeit

Grafik: Querschnitt durch 2-lagige und 3-lagige Luftpolsterfolie mit Noppen

Das Wichtigste in Kürze

  • Luftpolsterfolie besteht aus Polyethylen (PE) mit eingeschlossenen Luftkammern, den Noppen.
  • 2-lagige Folie hat offene Noppen, bei 3-lagiger Folie deckt eine dritte Lage die Noppen ab und macht sie abriebfest.
  • Kleine Noppen schützen Oberflächen, große Noppen polstern schwere Teile und füllen Hohlräume.
  • Lechpack liefert Luftpolsterfolie zusammen mit Kartons nach Maß, Formate und Mengen auf Anfrage.
  • Polsterung zählt nach der PPWR als Leerraum, ein passender Karton spart deshalb Folie und Versandvolumen.

Kurz erklärt

Luftpolsterfolie ist eine Kunststofffolie aus Polyethylen mit eingeschlossenen Luftkammern, den Noppen. Sie schützt Produkte im Karton vor Stößen, Vibrationen und Kratzern. Es gibt sie 2-lagig mit offenen Noppen und 3-lagig mit abgedeckten, abriebfesten Noppen, mit kleinen oder großen Noppen und in verschiedenen Rollenbreiten. Lechpack liefert Luftpolsterfolie passend zur Kartonage.

Was ist Luftpolsterfolie?

Luftpolsterfolie, umgangssprachlich auch Noppenfolie oder Blasenfolie, ist eine Polsterfolie aus Polyethylen niedriger Dichte (LDPE). Zwischen zwei verschweißten Folienlagen sind Luftkammern eingeschlossen. Bei einem Stoß werden die Noppen zusammengedrückt und nehmen die Energie auf, bevor sie das Produkt erreicht.

Erfunden wurde die Folie 1957 in den USA, ursprünglich als strukturierte Tapete. Erst später setzte sie sich als Verpackungsmaterial durch. Heute gehört sie zu den meistgenutzten Polstermitteln im Versand.

Welche Arten von Luftpolsterfolie gibt es?

Die Noppenmaße sind übliche Richtwerte; sie unterscheiden sich je nach Hersteller.
ArtAufbauGeeignet für
2-lagigNoppenlage plus Trägerfolie, Noppen liegen offenleichte Produkte, Einwickeln, Hohlräume füllen, kurze Transportwege
3-lagigzusätzliche Deckfolie schließt die Noppen einschwere Teile, Mehrwegeinsatz, lange Wege, scharfe Kanten
Kleine NoppenNoppendurchmesser um 10 mmglatte und empfindliche Oberflächen, Elektronik, Glas
Große NoppenNoppendurchmesser um 25 bis 30 mmschwere Produkte, Hohlraumfüllung, Möbelteile
Mit Recyclinganteilteilweise aus recyceltem PE hergestelltUnternehmen, die den Neukunststoffanteil senken wollen

Luftpolsterfolie richtig anwenden

  • Glatte Seite zum Produkt bei lackierten oder polierten Oberflächen, damit sich keine Noppen abdrücken.
  • Noppen zum Produkt, wenn maximale Polsterwirkung gefragt ist und die Oberfläche unempfindlich ist.
  • Mehrere Lagen statt einer dicken: Zwei bis drei Lagen verteilen den Druck besser.
  • Ecken und Kanten zusätzlich sichern, dort treffen Stöße zuerst. Bei schweren Teilen hilft Kantenschutz aus Wellpappe.
  • Das Produkt darf sich im Karton nicht bewegen. Rundherum mindestens 3 bis 5 cm Polster einplanen, dann den Karton danach bemessen.
  • Folie trocken und vor Sonne geschützt lagern, UV-Licht macht Polyethylen auf Dauer spröde.

Entsorgung, Nachhaltigkeit und Verpackungsrecht

Luftpolsterfolie ist ein sortenreiner Kunststoff und lässt sich recyceln, wenn sie sauber getrennt wird. Im Unternehmen gehört sie zu den Kunststoff-Wertstoffen, nicht zum Altpapier. Wer Verpackungen mit Luftpolsterfolie an private Endverbraucher versendet, muss diese Kunststoffverpackung nach dem VerpackDG bei einem dualen System beteiligen.

Die EU-Verpackungsverordnung PPWR zählt Polstermaterial ab 2030 als Leerraum. Mehr Folie ist deshalb keine Lösung für einen zu großen Karton. Besser: ein Karton nach Maß, in dem nur noch wenig Polster nötig ist.

Alternativen aus Papier und Well­pappe

PolstermittelStärkenGrenzen
Luftpolsterfolieleicht, transparent, sehr gute StoßdämpfungKunststoff, getrennte Entsorgung
Wellpappe-Zuschnitte und Einlagenfixieren das Produkt, Altpapier-Entsorgung, aus einer Hand mit dem Kartonbei sehr empfindlichen Oberflächen allein zu hart
PapierpolsterAltpapier-Entsorgung, gut für Hohlräumeschwerer, weniger Rückstellkraft
Passgenauer Kartonweniger Polster nötig, geringeres Volumengewichtbraucht genaue Maße

Luftpolsterfolie bei Lechpack kaufen

Lechpack liefert Luftpolsterfolie als Verpackungszubehör, auf Wunsch zusammen mit Ihren Kartons nach Maß in einer Lieferung. Sagen Sie uns, was Sie verpacken, welche Mengen Sie im Monat brauchen und welche Rollenbreite zu Ihrem Packtisch passt. Wir empfehlen die passende Folie und prüfen, ob eine Einlage aus Wellpappe die Folie ganz oder teilweise ersetzen kann.

Beliefert werden ausschließlich Gewerbekunden, alle Preise netto zuzüglich Mehrwertsteuer. Anfragen beantworten wir werktags innerhalb von 24 Stunden, fertige Aufträge können nach Terminvereinbarung in Landsberg am Lech abgeholt werden.

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Häufige Fragen

Woraus besteht Luftpolsterfolie?

Aus Polyethylen niedriger Dichte (LDPE). Zwischen zwei verschweißten Folienlagen sind Luftkammern eingeschlossen, die Stöße und Vibrationen abfedern.

Was ist der Unterschied zwischen 2-lagiger und 3-lagiger Luftpolsterfolie?

Bei 2-lagiger Folie liegen die Noppen offen. Bei 3-lagiger Folie deckt eine zusätzliche Folie die Noppen ab, sie platzen seltener, sind abriebfest und eignen sich für schwere Teile und den mehrfachen Einsatz.

Welche Seite der Luftpolsterfolie gehört nach innen?

Bei empfindlichen, lackierten oder polierten Oberflächen die glatte Seite zum Produkt, damit sich keine Noppen abdrücken. Bei robusten Teilen polstern die Noppen zum Produkt etwas besser.

Wie entsorgt man Luftpolsterfolie?

Als Kunststoff-Wertstoff, getrennt vom Altpapier. Sauber und sortenrein lässt sich Polyethylen gut recyceln.

Kann man bei Lechpack Luftpolsterfolie kaufen?

Ja. Lechpack liefert Luftpolsterfolie als Verpackungszubehör an Gewerbekunden, auf Wunsch zusammen mit Kartons nach Maß. Formate und Mengen nennen Sie uns in der Anfrage.

Gibt es eine Alternative zu Luftpolsterfolie?

Ja: Einlagen und Zuschnitte aus Wellpappe, Papierpolster oder ein passgenauer Karton, in dem kaum noch Polster nötig ist. Diese Lösungen kommen ohne Kunststoff aus.

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Wir beraten Sie persönlich – Antwort in der Regel innerhalb von 24 Stunden.

Quellen

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